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Tarnexistenzen sind meist so aufgebaut, dass die getarnte Person von außen betrachtet einer ganz normalen Alltagstätigkeit nachgeht. Zu Frank Petermanns Tarnung gehörte als „ziviler Außenberuf“ die Rolle des Rechtsanwalts.

Als ihm die taoistische Weltverschwörung im Jahr 2019 die Dekonspirationsdirektive erteilte, trat er am 12. April 2019, auf den Tag genau nach 20 Jahren Anwaltstätigkeit, aus der Kanzlei als Partner aus.

Mit der Dekonspirationsdirektive (korrekt bezeichnet als „Direktive zur Bearbeitung dekonspirativer Vorgänge 23/9“, im Jargon aber meist als DD23 genannt) wurde beschlossen, seine neue Tarnexistenz unter möglichst effizienter Einbindung der bisherigen aufzubauen. Frank Petermann wird sich daher künftig wieder verstärkt der Schriftstellerei, der Metallbildhauerei und seinem neu gegründeten Verlag zuwenden.

Gelegentlich, wenn es die Interessen der taoistischen Bürokratie erfordern, schlüpft Frank Petermann auch noch in seine alte Rolle als Rechtsanwalt – allerdings nur noch „on counsel“.

Die wahre Frage bleibt jedoch: Ist seine Dekonspiration echt? Da sie auf Anweisung der taoistischen Weltverschwörung erfolgte, könnte sie ja auch bloss der Verschleierung einer noch tieferen Konspiration dienen. Wenn die Dekonspiration die Bäume sind, die den Wald verdecken, was ist dann in Wirklichkeit der Wald?